Donnerstag, April 30, 2026

sascha.huebers

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Die Mühle Werth ist ein gut erhaltenes Beispiel für die Nutzbarmachung früherer technischer Entwicklungen im Mühlenwesen. Eine Vielzahl von Mühlentechniken verschiedener Epochen sind bis heute erhalten und entsprechend restauriert worden.

Mühlentyp: Galerie-Holländer mit steinernem Turm, auch Turmwindmühle genannt. Binnenkrüher (Binnendreher): Das Drehen der Kappe mit den Flügeln in den Wind erfolgt mit einer Krühvorrichtung im Innern der Mühle. Es fehlt deshalb der sog. Steert, der normalerweise von der Galerie aus bedient wird.

Alter der Mühle: Die Vermutung, dass es sich um einen mittelalterlichen Wehrturm von ca. 1420 handelt, ist bis heute nicht nachweisbar. Auch die Darstellung einer Mühle auf einem Gemälde von Derick Baegert (Altargemälde, Landesmuseum Münster) aus dem Zeitraum um 1480 ist nicht zweifelsfrei als Werther Mühle identifiziert. Dendrochronologische Untersuchungen der Holzeinbauten in Stein- und Kappsöller der Mühle ergaben als Zeitpunkt der Errichtung der Innentechnik das Jahr 1554 (Holzeinschlag 1550). Damit kann die Mühle wohl als älteste Mühle mit noch vollständig erhaltener historischer Mahltechnik bezeichnet werden.
Eigentumsverhältnisse: Steinerner Turm bis ca. 1960 fürstlich (Salm Salm ), die Mahleinrichtung oblag den letzten Müllern Sterneborg und Resing. Später kam die Mühle in den Besitz des Kreises Borken und seit ca. 1995 wird sie durch den Heimatverein Werth betreut. Eigentümer ist heute die Stadt Isselburg.

Nutzung: Bis 1900 wurde die Mühle nur mit der historischen Windkraftanlage der obersten Stockwerke betrieben. Später kam ein Dieselmotor und die elektrische Energie als Kraftquelle dazu. Diese Vorrichtungen sind z.T. noch in den unteren Etagen zu besichtigen. Heute wird die Mühle vom Heimatverein Werth durch ausgebildete sog. „Freiwillige Müller“ betreut. Neben öffentlichen Besichtigungsveranstaltungen sind auch Führungen nach Absprache möglich.

Johann Radstaak Werth, den 19.03.2014

Aus der Werther Geschichte
Zusammenstellung: Johann Radstaak, Werth

1159 Erwähnung von Weerde als Besitzung von Rees nach einer Urkunde des einzigen englischen Papstes Hadrian

1260 Rittergeschlecht und wahrscheinlich Burg vorhanden (Gerhard und die Brüder Notger und Hermann)

1318 Werther Burg wird genamrt. Die Burgherren werden als treue Gefolgsleute des Bischofs von Münster bezeichnet; Werth gilt als Lehen.Ansiedlung von Handwerkern und Kaufleuten am wichtigen Übergang vom Münsterschen zum Niederrheinischen

1276 Der letzte Ritter ist Heinrich von Werth. Seine Tochter Jutta erbt Werth. Jutta heiratet Heinrich von Leck (aus dem heute niederländischen Raum). Daher rührt das Wappen: Löwe mit geteiltem Schwanz (bis 1975 im Siegel der Stadt Werth und bis heute im Briefl<opf des Heimatvereins Werth)

1341 wird wieder eine Tochter namens Jutta erwähnt. Sie heiratet Hubert von Culemborg. Werth geht somit wieder an eine niederländische Linie.

1422 Johann von Culemborg kommt nach Werth, wobei er auch mit Wertherbnıch belehnt ist.

1426 Johami von Culemborg verleiht Werth die Stadtrechte. Damit verbunden waren verschiedene Privilegien

1452 Johann V. C. stirbt. Nachfolger: Gerhard

1504 Gerhards Sohn Jasper stirbt ohne männlichen Erben. Mit Tochter Anna geht Werth an das Geschlecht von Pallandt über (Pallandt-Culemborg). Sohn von Anna und Johann von Pallandt war Florenz.

1567 Einfiihrung der Reformation mit ausdrücklicher Genehmigung durch Florenz und unter deutlicher Unterstützung seiner Ehefrau Elisabeth. Erster reformierter Pfarrer ist Hemrann Grevinghoff.

1588 bis 1595 besetzen Spanier die Stadt Werth.

1604 predigt Werdelmann unter drückendem Einfluss der Gegenreformation; er wird inhaftiert.

1618 bis 1648 Dreißigjähriger Krieg: Werth ohne Schaden. Die Linie Pallandt-Culemborg stirbt aus. Nachfolger: Graf Philipp Dietrich von Waldeck, danach Georg Friedrich zu Waldeck, Generalfeldmarschall des Römischen Reiches und der Niederlande. Wieder standen nur Töchter als Nachfolger zur Verfügung. Die 2. Tochter übemahm Werth und heiratete den Herzog von Sachsen-Hildburghausen.

1709 verkauft dieser die Burg und einige angrenzende Flächen für 75000 Taler an den Bischof von Münster, Franz Amold von Metternich

1803 Durch Reichsdeputationshauptschluss wird das Bistum als weltliches Fürstentum aufgelöst, und Werth wird dem Fürstentum Salm zugeschlagen. Werth hatte zu dieser Zeit 5 00 Einwohner. Werth wird von Frankreich annektiert.

1813 Besetzung durch preußisches Militär

1815 Werth gehört zu Preußen

1840 Bildung des Amtes Werth

1893 Amt Werth in Personalunion mit dem Amt Liedem

1937 Amt Liedem-Werth

1945 2. Weltkrieg endet: Durchfahrt der Alliierten über die B67/Deichstraße; einige Häuser durch Bomben zerstört

Einwohner: 1818: 532; 1945: 590; 1964: 1000; 1976: 1350; 1985: 1420; 1995: 1550; 2003: 1843; 2008: 1936

Gründung des Heimatvereins Werth

von Friedhelm Scheewel

Es sind nun mehr als 30 Jahre her, als Mitbürger sich bemühten, das Thema “ Kultur “ aufzugreifen.
Die Idee der Gründung eines neuen Vereins in Werth, des Heimatvereins, wurde im Frühherbst des Jahres 1986 als schlechter Scherz abgetan.
Im Haus von Friedhelm Scheewel fand dann aber am 4. November 1986 die erste Besprechung zur Gründung eines „Heimatvereins Werth “ statt.
Anwesend waren Amtsoberinspektor Klaus-Dieter Spann von der Stadtverwaltung Isselburg, Wilhelm Dunkerbeck und Friedhelm Scheewel. Herr Spaan legte eine Mustersatzung vor, die er erarbeitet hatte. Mit wenigen Ausnahmen war sie für Werther Verhältnisse geeignet. Sie wurde noch einmal überarbeitet, um dann mit dem Amtsgericht Bocholt und dem Finanzamt Borken eine endgültige Regelung zu treffen, ob diese Satzung so angewandt werden darf.
Weiterhin wurde an diesem Abend auch der Gründungstermin festgelegt und zwar am 20. November 1986 um 19:00 Uhr im kath. Pfarrheim an der Binnenstraße.

 

30 Jahre Heimatverein Werth
Aus Anlass des 30 -jährigen Bestehen im November 2016

hier die Entstehungsgeschichte des Heimatvereines Werth 1986 e.V.

 

von Annelore Blecking

Bevor am 20.November 1986 zur Gründungsversammlung des Heimatvereins eingeladen wurde,  hatten Friedhelm Scheewel, Elisabeth Scheewel, Klaus Spaan und Willi Dunkerbeck schon intensive Vorarbeit geleistet.

Nur so war es möglich, gleich einen kompletten Vorstand zu wählen. Die Leitung der Versammlung wurde vom damals stellvertretenden Bürgermeister Bernhard Hütten übernommen.
Der erste Vorstand setze sich wie folgt zusammen:
Erster Vorsitzender Friedhelm Scheewel.
Er blieb 17 Jahre in diesem Amt und wurde danach zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Auch heute noch steht er dem Heimatverein mit Rat und Tat zur Seite, unterstützt von seiner Frau Elisabeth.
Stellvertretender Vorsitzender wurde Alfred Krause, Geschäftsführer Reinhard Kaiser, Schriftführerin  Elisabeth Scheewel, Stellvertretender Schriftführer Adolf Radstaak, Kassenwart Theo Boland, Stellvertetender Kassenwart Reinhard Kempka, Beisitzer Erika Fuller und Heinz Stark.
die Stadt Isselburg stellte den Sitzungssaal im Werther Rathaus zur Verfügung.
Somit war die Grundlage für eine solide Vereinsarbeit geschaffen. In einer Vereinssatzung wurden Aufgaben festgeschrieben. Dazu gehört unter anderem die Erforschung der Heimatgeschichte , Pflege des Kulturgutes, Pflege von Sitten und Gebräuchen, Pflege der plattdeutschen Sprache, Erhaltung von denkmalgeschützten Bauwerken und Beiträge zur Verschönerung des Ortsbildes.

 

 

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Wer Interesse hat, im Heimatverein Werth 1986 e.V. mitzuarbeiten, ist immer herzlich willkommen.
Zu tun gibt es genug für jeden! Nutzen Sie unsere Beitrittserklärung oder sprechen uns direkt an.

Wir freuen uns über Jeden, der uns durch seine Mitgliedschaft fördern oder auch seine Ideen und Anregungen einbringen möchte.

Werde Mitglied im Heimatverein Werth – Beitrittserklärung zum Download:
Beitrittserklärung Heimatverein Werth (PDF)

Vorstand HV Werth von links nach rechts: Johann Raadstak, Antje Preuß, Magdalene Bisping, Reinhold Pries, Annette Bonnes, Karin Drunagel, Frank Graffe, Elke Graffe, Jason Hormann, Veronika Giesing, Fritz Hübers, es fehlen Maria Volmering und Jonas Hübers

Der derzeitige Vorstand:
Stand 2025

Funktion Kontakt
Vorsitzender Frank Graffe
Deichstraße 1
46419 Isselburg Werth
Tel. 0173 7549304
E-Mail frank@graffe.de
Stellvertreterin Antje Preuß
Pendeweg 44
46419 Isselburg Werth
Tel. 02873 382
Tel. 0151 59214345
E-Mail preusant@online.de
Geschäftsführer
Mühlenführungen
Johann Radstaak
Barkhorst 1
46419 Isselburg Werth
Tel. 02873 654
E-Mail joh.chr.radstaak@t-online.de
Stellvertreterin
Kassenwartin
Annette Bonnes
Deichstraße 5
46419 Isselburg Werth
Tel. 02873 881
E-Mail annette.bonnes@web.de
Schriftführerin Magdalene Bisping
Winterswijker Straße 36
46399 Bocholt
Tel. 02871 33186
E-Mail berthold.bisping@t-online.de
Stellvertreter Schriftführer Jason Hormann
Tel. 0157 87843989
Beisitzer Fritz Hübers
Springerlei 16a
46419 Isselburg Heelden
Tel. 02874 1271
Beisitzer Jonas Hübers
Deichstraße 52
46419 Isselburg Werth
Tel. 0157 86913675
E-Mail huebers.jonas@gmx.de
Beisitzer Reinhold Pries
Deichstraße 1
46419 Isselburg Werth
Tel. 02873 949325
Beisitzerin Elke Graffe
Deichstraße 1
46419 Isselburg Werth
Beisitzerin Veronika Giesing
Deichstraße 56a
46419 Isselburg Werth
Tel. 02873 898
E-Mail veronika.giesing@mail.de
Beisitzerin Karin Drunagel
Deichstraße 1A
46419 Isselburg Werth
Tel. 0157 59061915
Beisitzerin Maria Volmering
Isselhöwwe 18
46419 Isselburg Werth
Tel. 0157 53612841
E-Mail volmering1977@gmail.com

Das Wetter war gar nicht so vorweihnachtlich. Aber das hinderte Fritz Hübers , Jürgen Metheling , Herman van Thiel und Heinrich Robeling nicht daran den ausgemachten Termin  einzuhalten.

Ab dem 28.11  um  9.30 Uhr sind die Deich- und Binnenstraße in Werth wieder weihnachtlich beleuchtet.